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mike101

unregistriert

1

Donnerstag, 7. Februar 2008, 07:47

Methanol

Hallo,

es gibt Menschen, die behaupten, dass Methanol nicht herausdestilliert werden kann. Es sei sowohl im Vor- als auch im Mittel- als auch im Nachlauf vorhanden.

Nun meine Frage: Es müsste doch möglich sein, den Brenner bei ca 66 Grad Celsius zu halten und einfach abzuwarten, bis kein Destillat mehr rauskommt und danach erst die Temperatur auf 78 Grad zu erhöhen.

Ist dies möglich ??


Vielen Dank für Antwort

Chemielaborant

unregistriert

2

Montag, 11. Februar 2008, 20:03

Methanol

Hallo,
das Ethanol kommt erst wenn das komplette Methanol verdampft ist,da das Methanol die Energie braucht um zum verdampfen und nimmt sie daher dem Ethanol weg. Erst wenn das Methanol weg ist bekommt das Ethanol diese Energie.
Gruß Timo

3

Montag, 10. März 2008, 20:57

Hallo,

muss dem Herrn Chemielaboranten leider wiedersprechen, das Methanol kann nicht abgetrennt werden. Es gibt Tabellen die mithilfe von Gaschromatographie angefertigt wurden, bei verschiedene Destillationen und bei jeder Temperatur im Destillationsverlauf, die dies wiederlegen.

Wenn Methanol in der Maische enthalten ist kommt es auch in allen Fraktionen der Destillation vor (also Vor-Mittel- und Nachlauf)

Es bringt auch nichts das Brenngut auf 66° zu halten, da verdampft nämlich gar nichts. Der Siedepunkt einer Flüssigkeit hängt nämlich davon ab, welche Stoffe in welchem Maß enthalten sind. MIt derselben Argumentation müsste man ja auch bei 78° den ganzen Alkohol abdestillieren können. Funktioniert aber nicht, weil die Maische nämlich noch höhersiedende Komponenten enthält (Wasser beispielsweise). Der Siedepunkt der Maische(also der punkt ab dem was verdampft was man dann auch wieder kondesieren kann) liegt irgendwo zwischen dem des höchstsiedenstden und dem des niedrigsiedenstn Inhaltsstoff.



Noch Grundlegendes zur Methanolangst:

Das Gegengift zu Methanol ist Ethanol, also der gute Alkohol der auch betrunken macht.

Methanol ist erst ab ner großen dosis gefährlich (zumindest für Erwachsene), und diese Dosis merkt man wenn man sie zu sich nehmen will, Mehtanol hat nämlich einen richtig fiesen stechenden Geruch und schmeckt höllisch scharf. Wenn irgendwo Methanol Enthalten ist, schmeckt man das und man will kein 2.glas davon freiwillig trinken...

Methanol lässt sich aber auch schon bei der Maischeherstellung vermeiden, und zwar indem man von den einzumaischenden früchten alle festen Bestandteile enfernt(Stängel,Blüten,Blätter, Kerne wenn sie miteingemaischt werden sollen wegen dem Geschmack (->Steinobst-->"Steinton") sollten auch möglichst ganz bleiben, ansonsten auch diese aussortieren), die Pektine enthalten. Von diesen Pektinen Stammt nämlich das Methanol und NICHT wie volkstümlich vermutet durch falsches Destillieren von unerfahrenen Destillateuren. Eher von unerfahrenen Maischern, die dann ihr eigenes Gebräu auch noch literweise in sich reinkippen.



Merke also: Wenn einmal Methanol in meiner Maische ist, krieg ichs nie wieder raus. Da Aber Ethanol das "Gegengift" zu Methanol ist und wir ja alle verantwortungsvoll Trinken, brauchen wir uns vorm Todfeind Methanol nicht zu fürchten.



MfG

Fabi

4

Sonntag, 26. Oktober 2008, 19:55

kann ich nicht um das methanol raus zu kriegen mit rücklauf (steigrohr)
arbeiten. wenn die maische verdampft ist die kohäsion nicht mehr so
stark zwischen den stoffen und die stoffe mit den niedriegen
temperaturen würden dann ja an der innenwand wieder runterlaufen oder
ist mein gedankengang falsch

sledge

unregistriert

5

Freitag, 19. Dezember 2008, 00:41

Schlechter Alkohol

Habe von meinem Bekannten aus Serbien gehört, das das einfachste was man machen kann, ist es das Destillat in ein zu 75% gefülltes Glas tropfen lassen. Der Gute Alkohol vermischt sich nicht mit Wasser da er leichter ist. Die letzten 25% füllen sich dann langsam auf und schwappen über den Glas Rand. Diesen Alkohol in einem anderen Behälter auffangen in dem das Glas steht auffangen. So wäre der Alkohol frei von Methanol

Tom

unregistriert

6

Mittwoch, 22. Juli 2009, 09:48

Vorsicht! Das stimmt nicht, der Tip ist gefährlich!

Hi,
das ist Quatsch. Methanol ist genauso wie Ethanol in beliebigem Verhältnis mit Wasser oder mit Ethanol mischbar.
Es ist also völlig unmöglich, in der Mischung vorhandenes Methanol durch Absetzenlassen (Dekantieren) zu entfernen!

Andre

unregistriert

7

Montag, 28. September 2009, 19:29

schnaps brennen ist sowieso illegal :(

admin

Administrator

Beiträge: 7

Wohnort: MD

8

Donnerstag, 5. November 2009, 18:01

ist illegal??

Ich will mich kurz einmischen.

Das mit dem Überschwappen habe ich auch noch nie gehört und halte ich persönlich auch für Quatsch.Methanol und Ethanol sind sich rein chemisch ja ziemlich ähnlich auch von den Eigenschaften.Einzigste Methode da Ganze sauber zu trennen ist nun mal die Destillation.

Zu 100% kriegt man das nur unter absoluten Laborbedingen hin(und nicht mal da)

Nun zum Thema illegal:Es gibt in unserer schönen Bundesrepublik in einigen Bundesländern noch ein Gesetz das aus Bismarks Zeiten stammt, daß man eine gewisse Menge brennen darf.Dazu muß man aber eben jenes Brennrecht haben, was von den Zollämter sehr kontrolliert wird.

Das ist glaub ich in Bayern,Baden Würtenberg und Hessen sowie auch in Niedersachsen noch so.In den neuen Ländern wurde so etwas extra im Einigungsvertrag nicht gestattet :-)Unser guter Staat hat Angst,daß ihm irgendwo Steuern entgehen. :thumbdown:

Brenner

unregistriert

9

Montag, 30. November 2009, 00:16

illegal

Im Saarland darf man auch! Wir haben nämlich ne Brennerei!

Gruss Christian

Kaffeebohne

unregistriert

10

Dienstag, 2. Februar 2010, 13:34

Was ist jetzt mit Methanol?

Hi an alle, ich habe eine Vorliebe für Chemie udn will mich daher in praktischer Erfahrung stärken, weshalb ich auf die Weingeistherstellung gekommen bin.
(Zu den Gesetzesliebhabern: Ich will nur versuchen ob es klappt, falls ja, werde ich ein Gewerbe anmelden, was die ganze Sache legalisiert und wenn ichs schaffen sollte zu Beginn 0,5l Weingeist erfolgreich METHANOLFREI herzustellen wird da niemand anfangen zu weinen)

Ich sammel gerade alle möglichen Informationen und habe auch ein relativ großes Gymnasialwissen in chemischem Verständnis, jedoch wie gesagt keine große praktische Erfahrung, nur im Praktikum einmal Schnaps hergestellt ;)
Wie sieht das jetzt mit dem Methanol aus? Ich denke den Rest werde ich selber noch lernen.

Oben stand Destillation, klingt für mich theoretisch sinnvoll, weshalb mich gewundert hat, dass dieses verfahren sinnlos sein soll. Zwar wird die Siedetemperatur von Methanol im Ethanol/Wasser-Gemisch angehoben, doch bei 70°C müsste es dann dennoch verdampfen, bis zu einem Winzigen rest (nach reiner Überlegung). Was stimmt jetzt?
Dann die Aussage, dass Methanol nur entsteht, wenn Maische nicht richtig gereinigt von Stängel etc ist, heißt das für mich, dass bei mir garkein Methanol entstehen wird? Ich werde Hefepilze mit Zucker in Wasserlösung anwenden. Die Gleichung der Alkoholischen Gärung sagt ja nur Glucose und O2 -->Ethanol und H2O, aber Zucker ist ja nicht gleich Glucose (Saccharose, stimmt das?) udn ich will ja auch auf Nummer Sicher gehn.

Ich würde mich über Antworten, denen man Glauben schenken darf sehr freuen, MfG ich :D

Moonshinebaby

unregistriert

11

Donnerstag, 25. März 2010, 16:56

Ganz so einfach ist das nicht.

Mit "Gewerbe anmelden" ist es beim Brennen nicht getan. Schau dich mal beim Zoll um, da steht viel wissenswertes.
Du brauchst auf jeden Fall ein Brennrecht. Als Kleinbrenner wird Dir da das Kontingent vorgegeben. Das wäre ein Abfindungsbrennrecht (google nach Abfindungsbrennerei). Dieses Recht kann man aber nicht so einfach bekommen, dazu gehört, dass Du auch "Stoffbesitzer" bist, also Rohstoffe in ausreichender Menge hast. (Obstbäume z.B)
Dann musst Du Deine Destillieranlage anmelden, vom Zoll abnehmen lassen und Brenngut vor dem Brenntermin anmelden. Von den Vorschriften, was alles in die Maische darf und was nicht will ich gar nicht anfangen.

Der zweite - professionellere und weitaus teurere Weg ist die Verschlussbrennerei (<-- googeln!). Dafür legst Du schon mal einen netten Betrag so ab 20000Euro hin, bevor du loslegen kannst.

12

Donnerstag, 19. August 2010, 12:49

Teure Brandweinverordnung

Unser guter Staat hat Angst,daß ihm irgendwo Steuern entgehen.


Ich will ja nicht widersprechen das unser Staat den mündigen Bürger bevormunden will, jedoch erreicht er genau das Gegenteil wenn er das Schnapsbrennen verbietet. Im Moment wird die Alkoholherstellung in Deutschland mit ca.80 Millionen € subventioniert, damit immer genug Fusel in den Regalen steht. Wir privaten Schnapsbrenner arbeiten aber daran einen qualitativ hochwertigen Schnaps herzustellen, der zwar im Vergleich recht teuer ist, aber dafür "Sauber".



The Moonshiner

www.legal-schnapsbrennen.de

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